• Lean Management

Lean Management

Verschaffen Sie sich einen Überblick, wie vielseitig Lean Management in Ihrem Unternehmen einsetzbar ist. Nutzen Sie Lean-Management, um Ihre Unternehmensvision Wirklichkeit werden zu lassen.

 Lean Philosophie

Die Lean Philosophie basiert auf mehreren Säulen

  • Vermeidung von Muda (Verschwendung jeglicher Art)
  • Kaizen, d.h. kontinuierliche Verbesserung von Prozessen und Abläufen
  • offene Fehlerkultur – Probleme werden nicht als zu vermeidendes Ereignis angesehen sondern als Chance, Abläufe und Prozesse nachhaltig zu verbessern.

Auf diesen Säulen basierend werden alle Tätigkeiten auf den Kundenwunsch hin ausgerichtet. Das Ziel des Lean Managements ist es, einen Mehrwert für den Kunden zu schaffen.

Muda (jap., sinnlose Tätigkeit, Verschwendung)

Im Lean Management gibt es sieben Arten der Verschwendung

  • Überproduktion
  • Wartezeiten
  • Transport
  • Überbearbeitung
  • Bestände
  • Bewegung des Mitarbeiters
  • defekte bzw. fehlerhafte Teile.

Es gilt, diese Verschwendung aus Prozessen und Abläufen zu eliminieren bzw. auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren, da sie einem Produkt keinen Mehrwert zuführen und der Kunde nicht bereit ist, für diese Tätigkeiten zu bezahlen.

Kaizen und KVP

Kaizen (jap., Veränderung hin zum Besseren) ist eine tragende Säule der Lean-Philosophie. Durch die ständige Verbesserung von Prozessen und Abläufen werden diese zum Zielzustand hin entwickelt. Im deutschen findet sich dieser Gedanke im KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) wieder. Kaizen und KVP basieren darauf, dass alle Mitarbeiter eines Unternehmens Verbesserungspotentiale erkennen und diese mit den gängigen Problemlösungsmethoden im Team umsetzen.

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ist ein Verfahren, Arbeitsplätze in Produktion und Administration sauber, übersichtlich und sicher zu gestalten. Sie ist die Grundlage für das Aufzeigen von Verschwendung in Prozessen und Abläufen und steigert darüber hinaus das Qualitätsbewusstsein.

Wertstromanalyse und Wertstromdesign

Wertstromanalyse und Wertstromdesign haben zum Ziel, Verschwendung innerhalb einer Wertschöpfungskette aufzuzeigen und zu eliminieren. Während bei der Wertstromanalyse der Ist-Zustand der Wertschöpfungskette dokumentiert und die Elemente in wertschöpfende und nicht wertschöpfende Tätigkeiten unterteilt werden, befasst sich das Wertstromdesign mit dem neuen optimierten Soll-Zustand der Wertschöpfungskette. Ziel des Wertstromdesigns ist es, die nichtwertschöpfenden Tätigkeiten auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren und wertschöpfende Tätigkeiten zu optimieren. Als Ergebnis stellen sich geringere Durchlaufzeiten, deutlich reduzierte Lagerbestände, eine verbesserte Lieferperformance und eine flexiblere Produktion ein.

Produktionsplanung

Ziel der Produktionsplanung ist es, eine gleichmäßige Auslastung der Produktionsanlagen zu gewährleisten, Überproduktion zu vermeiden und Liefertermine sicher einhalten zu können.

Hierfür kommen verschiedene Tools und Werkzeuge zum Einsatz. So können z.B. durch das Nivellieren und Glätten eingehender Kundenaufträge gleichmäßige Anlagenauslastungen erzielt werden, mit Hilfe einer Produktionsplanung nach dem Pull-Prinzip kann durch eine bedarfsgesteuerte Fertigung eine Überproduktion von Halbfabrikaten vermieden werden. Kanban ist eine dezentrale Produktionssteuerung, die ohne Fertigungsplanung eine sich selbst regulierende Fertigung ermöglicht.

Produktion

Ziel des Lean Managements ist es, stabile effektive Prozesse sowie schlanke Abläufe in der Produktion zu etablieren. Das Shopfloor-Management spielt hierbei eine zentrale Rolle. Es visualisiert mit Hilfe der OEE-Kennzahl den Ist-Zustand der Produktion und zeigt somit die Defizite zum Ziel-Zustand auf. Des Weiteren werden durch das Shopfloor-Management die Mitarbeiter vor Ort für auftretende Fehler und Probleme sensibilisiert und dazu befähigt, diese mittels geeigneter Werkzeuge und Tools, wie z.B. Kaizen-Maßnahmen, SMED (Rüstzeitoptimierung) oder TPM (vorbeugende Instandhaltung vor Ort) selbstständig nachhaltig zu eliminieren.

Kaizen- und KVP-Projekte sind keine Innovationen die große Erneuerungen mit sich bringen, sondern Verbesserungen im Kleinen. Die Summe dieser trägt bedeutend zum Erreichen der Unternehmensziele bei und ist daher für Unternehmen unverzichtbar.

Logistik

Logistik befasst sich heute nicht mehr ausschließlich mit dem Transport der Ware von A nach B sondern umfasst heute ein deutlich breiteres Spektrum.

So ist die prozessgerechte Materialbereitstellung mittels Standardladungsträgern oder Sonderladungsträgern zu definieren, die Einführung von Bahnhöfen, die eine kontinuierliche, termingerechte Versorgung der Produktion mit Material in kleinen Losen gewährleisten, und die Auslegung von Routenzügen Bestandteil der Logistikaufgaben.

Des Weiteren zählt die Gestaltung übersichtlicher Lager,  die Auslegung von Supermärkten mit definierten Min- und Max-Beständen und die Berücksichtigung des FIFO-Prinzips zu den Aufgaben.

Problemlösungsmethoden

Damit Mitarbeiter Probleme eigenverantwortlich lösen können, müssen sie mit gängigen Problemlösungsmethoden wie z.B. PDCA, 5W, Ishikawa, Pareto-Analyse oder 8D-Report vertraut sein. Mit Hilfe dieser können sie Problemstellungen adäquat analysieren und durch passende Maßnahmen nachhaltig beheben.